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Aktualisiert (Montag, 13. September 2010 um 10:16) Geschrieben von: Andreas Gütermann Freitag, 20. Juni 2008 um 10:17

Die nachstehend aufgeführten Gebäude erreichen oder unterbieten die strengsten Anforderungen bezüglich Energieverbrauch (Minergie-P bzw. Passivhaus) und zwar tatsächlich aufgrund einer Erfolgskontrolle.

 

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Konvektive Solarfassade als offenes System

Passiv-Mehrfamilienhaus Rychenbergstrasse

Dieses MFH mit 6 Wohnungen wurde geplant mit dem Ziel, komfortable und preiswerte Eigentumswohnungen mit einem marginalen Restheizenergiebedarf zu erstellen. Dabei steht das Haus nicht etwa auf der grünen Wiese hoch über dem Nebel, sondern darunter mitten in der Stadt. Das Energiekonzept versucht kostengünstige, nachhaltige Systeme so miteinander zu kombinieren, dass Synergieeffekte und Temperaturniveaus optimal ausgenutzt werden können. Warmwasser, Raumheizung über Speicherboden und am Schluss dieser mehrstufigen Nutzungskaskade auch die Wohnungslüftung. Auch das heute für die Wohnungslüftung übliche Erdregister wird noch als Zwischenspeicher für Solarwärme genutzt. Diese Synergien ergeben, zusammen mit dem überdurchschnittliche Wärmedämmstandard, dem relativ grosse Bauvolumen mit einem guten OberflächenVolumen-Verhältnis und der Komfortlüftung, einen sehr niederer Heizenergiebedarf.

Schweizer Solarpreis 2000
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Konvektive Solarfassade kombiniert mit Fensterkollektoren

Solarhäuser "Maissen SA"

Von diesem Haus-Typ, welcher von der Firma Maissen in Trun (Kanton Graubünden) entwickelt und in Holzständerbauweise realisiert wird, existieren mittlerweile 10 Objekte. Die ersten zwei wurden 1995 realisiert und eines davon detailliert ausgemessen. Nach einer Weiterentwicklungsphase folgte ein Objekt in Morissen (1997) und anschliessend weitere. Diese Gebäude besitzen einen charakteristischen, praktisch die ganze Südfassade bedeckenden, zweistöckigen Luftkollektor. Bewegliche, eisenarme Securitverglasungselemente, welche direkt in die Holzkonstruktion des Hauses integriert sind, bilden die praktisch unsichtbare Kollektorabdeckung. Dahinter wird die Solarstrahlung an der dunklen Holzstülpschalung und an den Lamellenstoren der Fenster in Wärme umgewandelt und mittels Ventilator gezielt in den massiven Böden und Innenwänden des Hauses gespeichert. Unverglaste Fassadenabschnitte gewährleisten den Zugang ins Freie und die Belüftung der Räume.

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Konvektive Solarfassade im traditionellen Baustil

Doppel-Einfamilien-Solarhaus in Herisau

Dieses Gebäude konnte im Jahr 2000 als reiner Holzelementbau anstelle eines alten Abbruchobjektes in einer Freihaltezone nur unter strengen Auflagen des Heimatschutzes realisiert werden. Dachneigung (20°) und Fassadenteilung mussten dem traditionellen Baustil entsprechen. Konventionelle (Wasser-)Kollektoren wurden nicht akzeptiert, eine konvektive Fassade hingegen schon. Der Speicherboden wurde mit einer Lehmgranulatfüllung realisiert.

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Dach- und Fassadenintegration bei der Gebäudesanierung
Einfamilien-Solarhaus in Horw

Das ganze 40 m² große Süddach dieses renovierten Einfamilienhauses ist als Luftkollektor ausgebildet; an der Südfassade sorgt ein verglaster Rücklaufkanal mit 5 m² Fläche für zusätzliche Solarenergienutzung. Die vollflächige Integration der Luftkollektoren in das Süddach und des ganzen Luftsystems in ein bestehendes Gebäude sowie der erreichte ausserordentlich tiefe Heizenergieverbrauch (Holz) machten aus diesem Objekt einen Solarpreisesträger.

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Dachintegration bei einer Gebäudesanierung
Solarhaus in Braunwald

Totalsanierung eines kleinen, freistehenden Einfamilienhauses, dessen sehr grosse 75 m2 südgerichtete Dachfläche ebenfalls erneuert werden musste. Durch vollflächige Integration der Luftkollektoren (60 m²) in das Dach und von Photovoltaikelementen in das Vordach konnte eine in jeder Hinsicht überzeugende Lösung gefunden werden. Das Objekt wurde ebenfalls mit dem Solarpreis ausgezeichnet.

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SW-Ansicht Degersheim

Selektiver Absorber und Speicherboden aus Formsteinen
Solarhaus in Degersheim

An diesem Neubau eines Einfamilienhauses mit optimaler Kollektorneigung (70°-Dach) wurden verschiedene Technologien optimiert und zu einer Synthese gebracht. Selektive Flachbleche als beidseitig umströmter Absorber, vollintegrierte Sammel- und Verteilkanäle und eine neuartige Hypokauste aus nichttragenden, gelochten Kalksandsteinen.

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Dachintegration und Speicherboden aus Formsteinen

Solarhaus in Weingarten

Die vollflächige Eindeckung des Süddaches mit Glas ergab einen grossflächigen Kollektor. Ebenfalls eingesetzt wurde die bewährte Hypokauste aus nichttragenden, gelochten Kalksandsteinen. Als zusätzlicher Pufferraum wurde im Südwesten ein 2-stöckiger Wintergarten integriert.

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Solarluftsysteme zur Produktions- und Lagerhallentemperierung

Stahllager Kägi AG Winterthur

Riesige Flächen auf Dächern und an Fassaden ist das Merkmal von Lagerhäusern. Durch Integration einer einfachen Luftumwälzung konnte sowohl bei der Sanierung der alten Lagerhalle als auch beim Neubau einer weiteren Halle dieses Potential genutzt werden. Auf dem Bild ein dachintegrierter Luftkollektor auf der zweiten Halle und an der Längs-Fassade der hintersten Doppelhalle (auch Detailaufnahme).
Solarluftsystem zur Produktionshallentemperierung

 

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Wenger Fenster AG Thun

Der Neubau (Anbau) einer Fabrikationshalle (2005) hat Glas als Wetterschutzschicht einer hochisolierten Fassadenkonstruktion. Einfache kleine Ergänzungsmassnahmen ermöglichten die konvektive Nutzung der sowieso hinter dem Glas anfallenden Wärme. Die solar erwärmte Luft wird durch die, in der Betondecke über dem UG eingelegten Lüftungsrohre (Bauteilaktivierung), in das UG geblasen. Im offenen Kreislauf strömt Sie in EG und ins OG und dort wieder in den Kollektor.

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Plus-Energie-MFH in Bennau  "Kraftwerk-B"

Dieser Neubau zeigt den Weg in die Zukunft und über den Passivhaus- oder Minergie-P Standard hinaus. Dieses Haus produziert, rein Solar, sowohl mehr Wärme als auch mehr Elektrizität, als die Bewohner darin verbrauchen. 150 m2 Fassadenkollektoren für Warmwasser und Heizung, sowie 220 m2 dachintegrierter Photovoltaik-Module für die Elektrizitätsproduktion sorgen für eine positive Energiebillanz. Das Objekt wurde 2009 mit dem Schweizerischen als auch mit dem Europäischen Solarpreis ausgezeichnet und gewann 2010 den Norman Forster Solarpreis.

Download Artikel aus "Solarpreis 2009" als . pdf    (244 kB)

 

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