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Aktualisiert (Montag, 22. Dezember 2008 um 15:37) Geschrieben von: Andreas Gütermann Freitag, 20. Juni 2008 um 10:15

Die nachfolgende Beschreibung ist auf das Wesentliche beschränkt. Detailliertere Informationen im Buch

Sonneneinstrahlung wird im Kollektor zu Wärme umgewandelt und es entsteht heisse Luft. Die heisse Luft gibt die gesammelte Wärme an einen Wärmetauscher für das Warmwasser und an einen Massespeicher für die Raumheizung ab und fliesst abgekühlt zurück zum Kollektor.

Jedes Solarsystem ist wetterabhängig und daher als Alleinheizung ungeeignet, allerdings wird in der Regel ein hoher Deckungsgrad erreicht, so dass nur sehr einfache Zusatzheizungen (z.B. kleiner Holzofen) benötigt werden.

funktion_klein.gif

Funktion
Das solare Luftsystem besteht aus dem Luftkreislauf (rechts) und einem weitgehend auto-nomen, sekundären Wasserkreislauf (links).

Luftkreislauf
Bei Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur im Kollektor und die Steuerung nimmt den Ventilator in Betrieb. Die erwärmte Luft wird am Ende des Kollektors gefasst und durch die Gebäudestruktur zum Massespeicher (z.B. EG -Boden) geführt. Indem die erwärmte Luft durch Hohlräume der Speicherstruktur strömt, nimmt der Speicher diese Wärme auf. Nach dem Speicher wird die abgekühlte Luft wieder zum Kollektor zurückgeführt.

Wasserkreislauf
Direkt nach dem Kollektor ist die Luft am wärmsten. Dort befindet sich ein Luft-Wasser-Wärmetauscher. Ist die Luft dort wärmer als der Boiler unten, so nimmt die Steuerung die Pumpe in Betrieb und Boilerwasser wird im Wärmetauscher erwärmt und wieder in den Boiler "geladen".

Steuerung
Die Steuerung sorgt dafür, dass die Kreisläufe automatisch nur dann in Betreib genommen werden, wenn der Energieertrag positiv ist. Gleichzeitig ermöglicht sie eine Betriebsüberwachung. Die im Schema eingezeichneten Temperaturmessstellen (T) sind dafür eine Voraussetzung.